Kurkuma

Geschichte

Kurkuma galt vor 4000 Jahren in Indien als heilig, wo auch heute am meisten Kurkuma angepflanzt und verbraucht wird. Im 1. Jahrhundert n. Chr. wurde Kurkuma von arabischen Ländern aus nach Griechenland gebracht, wo der Grieche Dioskurides in seinen Schriften zum ersten Mal die Kurkumawurzel erwähnte. Marco Polo (1254-1324), ein venezianischer Kaufmann, Entdecker und Schriftsteller, beschrieb als erster Europäer die Kurkuma. Im Mittelalter wurde sie in Europa als Heil- und Färbepflanze eingesetzt. Kulinarisch war Kurkuma nicht von Bedeutung.

 

Heutige Verwendungen

Das Curcumin ist für die Schärfe der Kurkuma und die starke gelbfärbende Wirkung verantwortlich. In der Lebensmittelindustrie wird es daher für eine leuchtend gelbe Farbe bei Senf, Käse und Likören eingesetzt. Frische Kurkuma wird wie Ingwer geschält und zählt als Hauptbestandteil vieler südostasiatischen Gewürzpasten. Oft wird sie zum Aromatisieren und Färben von Suppen, Eintöpfen, Currys, Reis-, Linsen- und Bohnengerichten eingesetzt. Das Kurkumapulver wird eher bei Gemüse, Kartoffeln, Saucen, Eiergerichten, Fisch, Meeresfrüchten und Fleisch verwendet. Zudem befindet sich Kurkuma oft in Gewürzmischungen, Saucen, Currymischungen und Chutneys. Es soll aufgrund der Bitterstoffe nur schwach dosiert werden. Geschmacksharmonien finden sich mit Bockshornklee, Chili, Curryblätter, Fenchel, Galgant, Gewürzklee, Kaffirlimettenblätter, Kardamom, Knoblauch, Kreuzkümmel und Zitronengras.

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