Oregano

Der Oregano (Origanum vulgare) stammt aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er wird oft als wilder Majoran bezeichnet und ist mit Majoran (Origanum majorana, Syn. Majorana hortensis) botanisch eindeutig verwandt. So finden sich im Handel vereinzelt Sorten, bei denen unklar ist, ob es sich um Majoran oder um Oregano handelt. Zum Beispiel wird Kreta-Oregano oftmals als Kreta-Majoran angeboten oder Goldoregano als Goldmajoran.

 

Geschichte

Oregano war in der Antike als eines von vielen Heil- und Gewürzpflanzen bekannt. Er tauchte im 17. Jahrhundert erstmals in einem schweizerischen Rezept auf, wonach Pfannkuchen damit gewürzt wurden. Zudem gilt Oregano in Italien als Nationalgewürz und wurde auch durch die Verwendung auf der Pizza weltweit bekannt.

 

Heutige Verwendungen

Der Unterschied bei der Verwendung von frischem und getrocknetem Oregano liegt darin, dass frischer Oregano nicht mitgekocht werden soll, damit die blumigen und fruchtigen Noten nicht verloren gehen. Der getrocknete Oregano besitzt diese blumigen und fruchtigen Aromen nicht mehr, denn sie gingen durch den Trocknungsprozess verloren. Dafür kommen die leicht säuerlichen, etwas bitter-scharfen, herb-pfeffrigen und deutlich süssen Noten verstärkt hervor. Es wird empfohlen, den getrockneten Oregano mitzukochen, damit die vorhandenen Aromastoffe freigesetzt werden können. Die frischen Blüten des Oregano werden zur Dekoration von Speisen verwendet. Viele italienische und griechische Gerichte werden mit Oregano gewürzt. Er eignet sich für Tomatensaucen, -suppen, Pastagerichte, Pizza, Gemüse (Aubergine, Paprika und Zucchini), ‚Osso bucco‘ (gebratene Kalbshaxenscheiben), Ratatouille und Chili con Carne. Ebenso passt Oregano in Fisch-, Fleisch- und Bratengerichte sowie Eierspeisen und Käse. Geschmacksharmonien finden sich mit Chili, Basilikum, Knoblauch, Kreuzkümmel, Lorbeer, Paprika, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Thymian, Vanille, Zitronen und -schalen. Über die Verträglichkeit mit Majoran herrscht Uneinigkeit.

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