Rosmarin

Der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) stammt aus dem Mittelmeerraum oder dem Libanon und gehört botanisch zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er wird oftmals auch als Balsamkraut, Weihrauchkraut oder Marienkraut bezeichnet.

 

Geschichte

In der Antike war Rosmarin schon bekannt und wurde zwei griechischen Göttinnen, der Jagdgöttin Artemis und der Liebesgöttin Aphrodite, geweiht. Daher könnte die Bezeichnung ‚Blume des Olymp‘ stammen. Im Mittelalter zählte er zu den Heil- und Gewürzpflanzen. Aus dem Glauben heraus, dass Rosmarin das Gedächtnis stärken würde, bekreuzigten sich Studenten im Mittelalter mit Rosmarinzweigen. Er galt ebenso als Zeichen der Treue und Verlässlichkeit, wodurch einige Heiratsbräuche entstanden. Rosmarin soll zudem der ungarischen Königin Isabella im 16. Jahrhundert geholfen haben, sich von gichtartigen Gelenkschmerzen zu befreien.

 

Heutige Verwendungen

Am besten wird mit frischem Rosmarin gewürzt. Dieser kann als ganzer Zweig mitgekocht und somit zum Schluss leicht herausgenommen werden. Es gibt auch die Variante, dass man verholzte Zweige des Rosmarins als Grillspiesse verwendet. Somit lässt sich das Gemüse und Fleisch direkt mit dem Zweig garen. Zudem wird der Rosmarinzweig gerne als Dekoration auf gegartem Fleisch oder Gemüse serviert. Rosmarin ist aus der mediterranen Küche nicht wegzudenken. Er passt zu gegrilltem Gemüse und Fleisch sowie zu Grissini, Foccacia, Parmesan, Tomaten und Pizza. Auch das mexikanische Nationalgericht ‚Rosmeritas‘, welches aus Maismehl mit Krabben besteht, wird mit Rosmarin gewürzt. Rosmarin passt zudem zu Pilzen, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Lamm, Fisch, Rotweinsaucen, Nüssen, Aprikosen, Äpfel sowie zu süssen Desserts. Als Delikatesse zählt Rosmarinhonig, welcher hervorragend zu Käse passt. Rosmarin in Schokolade soll eine fantastische Verstärkung der Bitterkeit von beiden Komponenten bewirken. Zudem lassen sich durch das Einlegen von Zweigen in Öl herrliche Rosmarinöle selber herstellen. Geschmacksharmonien finden sich mit Bohnenkraut, Knoblauch, Lavendel, Lorbeer, Majoran, Minze, Oregano, Petersilie, Salbei, Thymian und Zitrone.

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