Thymian

Als typisch mediterrane Pflanzen gehört der Thymian zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Es gibt jedoch bis zu 400 Arten von verschiedenem Thymian. Für das Würzen von Speisen sind der echte Thymian und der Zitronenthymian am spannendsten. Der Zitronenthymian (Thymus citriodorus) wird auch als Zitronenquendel bezeichnet. Er dient durch den erfrischenden Duft nach Zitronen und dem typischen Thymiangeschmack zum Würzen von Salaten, Fisch und Geflügel. Als Echter Thymian wird Thymus vulgaris bezeichnet und ist weiter verbreitet als der Zitronenthymian. Andere Begriffe dafür sind: Römischer Quendel, Gartenthymian, Feldkümmel oder Demut.

 

Geschichte

Im Altertum Ägyptens war Thymian bereits bekannt. Es wurde daraus Thymianöl hergestellt, welches zum Einbalsamieren der Toten verwendet wurde. Benediktinermönche brachten den Thymian im 11. Jahrhundert zum ersten Mal nach Mitteleuropa, wo er in den Klostergärten angepflanzt und zu den Heilpflanzen gezählt wurde. Ab dem 16./17. Jahrhundert war Thymian vermehrt in Arzneibüchern zu finden und galt als Heil- und Würzmittel.

 

Heutige Verwendungen

Der Thymian soll unbedingt auch über längere Garzeiten mitgekocht werden, um möglichst viel Aroma herauslösen zu können. So können die verschiedenen aromatischen Stoffe abgegeben werden. Zudem kann ohne Bedenken auf getrockneten Thymian zurückgegriffen werden, da dieser eine verstärkte Würzkraft besitzt. Zu mediterranen Gerichten passt der Thymian hervorragend. Er passt zugleich zu Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse, Pilzen, Bratkartoffeln, Hülsenfrüchten, Salate, Pasteten und Likören. In Ragout sowie Kräuter- und Bratensaucen darf Thymian nicht fehlen. Zudem soll er in Kräuter- und Gewürzmischungen sowie Kräuterbutter vorhanden sein. Geschmacksharmonien finden sich mit Basilikum, Kapern, Knoblauch, Lorbeer, Majoran, Muskatnuss, Oregano, Rosmarin, Senf und Zwiebeln.

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